Buchteln gehören zu jenen traditionellen Backwerken, die sofort ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme hervorrufen. Allein der Duft, der beim Backen durch die Küche zieht, erinnert an gemütliche Nachmittage bei der Großmutter, an Sonntage, an denen man schon beim Öffnen der Backofentür wusste, dass ein besonderer Genuss bevorsteht. Diese luftigen Hefeteigteilchen haben in vielen Familien eine lange Geschichte und sind nicht nur in Österreich, sondern in weiten Teilen Mitteleuropas ein fest verankerter Bestandteil der Mehlspeiskultur.
Buchteln ist ihre unvergleichliche Konsistenz: außen zart goldbraun und leicht knusprig, innen flaumig weich und locker. Traditionell werden sie entweder pur, mit Marmelade gefüllt oder mit einer Vanillesauce serviert – wobei jede Familie ihr eigenes Geheimrezept hütet. Die Variante, die wir hier vorstellen, stammt aus Großmutters Küche und zeichnet sich durch ihre bemerkenswerte Frische aus. Selbst am dritten Tag schmecken die Buchteln noch so, als wären sie gerade eben gebacken worden – ein Effekt, der bei Hefeteig keineswegs selbstverständlich ist.
Die Zubereitung ist zwar mit ein wenig Geduld verbunden, belohnt aber mit einem Ergebnis, das den Aufwand mehr als rechtfertigt. Der Hefeteig muss sorgfältig gehen, die Zutaten sollten liebevoll verarbeitet werden, und genau darin liegt der Zauber dieses Gebäcks. Wer sich die Zeit nimmt, wird mit einem Backerlebnis belohnt, das Kindheitserinnerungen weckt und gleichzeitig die perfekte Basis für ein gemütliches Zusammensein bietet – sei es zum Frühstück, zum Nachmittagskaffee oder als süßer Abschluss eines Festmahls.
Omas Buchteln, schmecken am dritten Tag wie frisch gebacken
Zutaten:
450 g Mehl
40 g Zucker
40 g Butter
1 Ei
20 g Hefe
5 g Salz
ca. 1/4 l Milch
Zitronenschale, Vanillezucker
Zubereitung:
1. Als erstes das Mehl und Salz vermengen. In die Mitte eine Mulde drücken.
In die Mulde die Hefe hineinbröseln und etwas Zucker und Milch dazugeben.
Jetzt mit etwas Mehl vermengen und 15 Minuten aufgehen lassen.
2. Dann mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen
Teig verkneten (das Ei verquirle ich mit etwas Milch).
So eine Stunde gehen lassen.














